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Glücksspiel-Survey wird fortgesetzt und liefert 2024er Daten zum Spielverhalten

Geschrieben von Yara Walter · 26.8.2026

Glücksspiel-Survey wird fortgesetzt und liefert 2024er Daten zum Spielverhalten

Repräsentative Umfrage zum Glücksspielverhalten in Deutschland mit Fokus auf Telefoninterviews und statistische Auswertung

Der Glücksspiel-Survey als laufende nationale Studie erfasst seit Jahren das Spielverhalten in der Bevölkerung und stellt nun die Ergebnisse aus 2024 online zur Verfügung, während die nächste Erhebung bereits für 2026 beauftragt wurde.

Umfang und Durchführung der repräsentativen Erhebung

Die aktuelle Runde basiert auf einer telefonischen Befragung von 11.503 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren, die als repräsentative Stichprobe für die deutsche Bevölkerung ausgewählt wurde, und die Datenerhebung erfolgte nach etablierten wissenschaftlichen Standards, sodass Vergleiche mit früheren Wellen möglich bleiben. Forscher nutzen dabei standardisierte Instrumente wie die SOGS-Kriterien, um problematische und pathologische Spielmuster zu identifizieren, während zugleich allgemeine Teilnahmequoten und demografische Verteilungen erfasst werden. Die Studie wird von offiziellen Stellen in Auftrag gegeben und liefert damit eine kontinuierliche Datenbasis, die Behörden und Wissenschaftler für langfristige Analysen heranziehen können.

Lebenszeitprävalenz und aktuelle Teilnahmequoten

Etwa 80 Prozent der Befragten haben demnach mindestens einmal im Leben an Glücksspielen teilgenommen, während 43 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten aktiv waren, und diese Zahlen zeigen eine stabile Beteiligung über mehrere Erhebungszeiträume hinweg. Die Verteilung über Altersgruppen und Geschlechter wird in der Studie detailliert ausgewertet, sodass Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungssegmenten sichtbar werden, und die Ergebnisse lassen sich direkt mit den Erhebungen aus 2019 vergleichen. Solche Längsschnittdaten ermöglichen es, Veränderungen im Spielverhalten frühzeitig zu erkennen und auf gesellschaftliche oder regulatorische Einflüsse zurückzuführen.

Prävalenz von problematischem und pathologischem Glücksspiel

Nach den SOGS-Kriterien wurden 0,37 Prozent der Teilnehmer als problematische Spieler und 0,28 Prozent als wahrscheinlich pathologische Spieler eingestuft, wobei diese Anteile im Vergleich zu 2019 unverändert geblieben sind und somit auf eine konstante Prävalenz hinweisen. Die Studie erfasst zugleich weitere Risikofaktoren und begleitende Verhaltensmuster, die in den Berichten ebenfalls dokumentiert werden, und die niedrigen Prozentwerte stehen im Kontrast zu den hohen allgemeinen Teilnahmequoten. Beobachter betonen, dass die Stabilität der Suchtkennzahlen trotz veränderter Angebotsformen und regulatorischer Anpassungen bemerkenswert ist und weitere Analysen in den Folgejahren erforderlich macht.

Statistische Auswertung und Diagramme zu Glücksspielprävalenz sowie langfristigen Trends aus dem deutschen Survey

Auftrag für die Wiederholungsstudie 2026

Die Fortsetzung des Glücksspiel-Surveys wurde bereits beschlossen, sodass die nächste Erhebung im Jahr 2026 stattfinden wird und damit die Beobachtung langfristiger Entwicklungen im Spielverhalten sowie bei den Suchtquoten gewährleistet bleibt. Im August 2026 sollen die Vorbereitungen für diese neue Welle abgeschlossen sein, was eine nahtlose Fortführung der Zeitreihe ermöglicht und den Vergleich mit den 2024er Daten erleichtert. Die Beauftragung erfolgt durch die zuständigen Stellen, die damit die Bedeutung kontinuierlicher Monitoring-Instrumente unterstreichen und zugleich aktuelle Herausforderungen wie Online-Angebote stärker berücksichtigen wollen.

Verfügbarkeit der Daten und weitere Nutzung

Die Ergebnisse aus 2024 stehen auf der Website des Glücksspiel-Survey frei zugänglich zur Verfügung, sodass Fachleute, Journalisten und interessierte Bürger die vollständigen Tabellen und Methodenberichte einsehen können. Diese Transparenz unterstützt eine breite wissenschaftliche und öffentliche Diskussion, während zugleich die Daten für politische Entscheidungsprozesse und Präventionsmaßnahmen herangezogen werden. Die laufende Studie bleibt damit ein zentrales Instrument zur Beobachtung des Glücksspielmarktes in Deutschland.

Schlussfolgerung

Die Fortführung des Glücksspiel-Surveys mit den nun vorliegenden 2024er Ergebnissen und der geplanten Erhebung 2026 schafft eine verlässliche Datengrundlage für die Analyse von Spielverhalten und Suchtprävalenz über mehrere Jahre, und die stabilen Kennzahlen bieten zugleich Anlass für weitere differenzierte Untersuchungen in den kommenden Erhebungswellen. Die Veröffentlichung der Zahlen ermöglicht es allen Beteiligten, aktuelle Entwicklungen faktenbasiert zu bewerten und geeignete Maßnahmen abzuleiten.